KGS Bad Münder

Neuigkeiten zum Thema „Projekte

Es weihnachtet(e) sehr, „KGS-MAS“ Teil 3

Den großen Tannenbaum ins Forum gerückt, die Tische liebevoll zu Basarständen umgebaut, das helle Licht stimmungsvoll gedimmt, das gesamte Forum in einen „Weihnachtsmarkt“ mit wohlriechenden Düften und festlicher Musik verwandelt – so konnte ein jeder Besucher des Weihnachtsbasars unsere Schule am Freitag, den 07.12.2018 erleben. Kekse, Punsch und Weihnachtsschmuck; Seife, Kuchen, Kartendruck; Lichterketten und viel mehr waren hier zu finden.

Für viele war dies vor allem auch eine gute Gelegenheit, ein liebevoll gestaltetes, persönliches Weihnachtsgeschenk für die Liebsten zu besorgen: bei der Auswahl an hübschen weihnachtlichen Dingen, die die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit ihren Lehrkräften gestaltet, gebacken, genäht und gemalt hatten, war für jeden etwas dabei.

In diesem Jahr hatte sich das Kollegium dazu entschieden, alle Einnahmen in einen Topf zu werfen und es auf alle teilnehmenden Klassen zu verteilen – sodass es zu einer absolut gemeinsamen Aktion wurde.

Das Moment der Gemeinschaft stand ohnehin im Vordergrund unseres Weihnachtsbasars:  hier hatten Schüler, ehemalige Schüler, Lehrer und Eltern die Gelegenheit, sich im gemütlichen Ambiente in Ruhe zu unterhalten, gemeinsam zu „shoppen“, zu essen und zu trinken, oder dem Schulchor zu lauschen. Es weihnachtete sehr und wir sagen: „Alle Jahre gerne wieder“ zu unserem Weihnachtsbasar.

Wir danken allen teilnehmenden Klassen und Kollegen und insbesondere auch dem Organisationsteam unter der Leitung von Frau Kunze und Herrn Peinz.

von Maike Behrends

Themen: Allgemein, Projekte

Buntes Bad Münder

Am 29.09.2018 wurde der Tag der Kulturen auf dem Schulgelände der KGS gefeiert.

Der Aktionsmonat namens Bad Münder fair-wandelt sich fand am 29.09. seinen Höhepunkt in dem Tag der Kulturen, der fröhlich und friedlich an und in der KGS zelebriert wurde. Es war der elfte Tag der Kulturen im Kreis Bad Pyrmont und glücklicherweise fand er diesmal an unserer Schule statt – sodass sich, wie schon im Jahr 2016 zum multireligiösen Fest, das Schulgelände in einen äußerst bunten und vielseitigen Festplatz verwandeln durfte.

Der Dreh- und Angelpunkt des Aktionsmonates war das Thema „Vorurteile“  vorwiegend gegen andere Kulturen. Vor dessen Hintergrund wurde einiges auf die Beine gestellt, um Vorurteile abbauen zu können.

Im Landkreis Hameln Bad-Pyrmont leben Menschen aus 115 Nationen zusammen; und viele dieser Menschen nutzen die Möglichkeit, ihre kulturspezifischen Rituale, Tänze oder kulinarischen Köstlichkeiten zu präsentieren, sodass es anderen ermöglicht wurde, einen Einblick in deren Leben zu bekommen.

Es bedarf dieser realen interkulturellen Begegnungen, um auch den eigenen Vorurteilen zu begegnen und sie schließlich dekonstruieren zu können. Es ist wichtig, stets zu überprüfen, ob und inwieweit man gerade selbst voreingenommen ist oder bereits vorschnell ein – meist schlechtes und ungerechtfertigtes – Urteil über jemanden, der anders erscheint, gefällt hat.

In diesem Kontext schilderte Gesamtschuldirektorin Malihe Papastefanou, die unter anderem das Außenbühnenprogramm an diesem Tag moderierte, eine eigene Erfahrung zum Thema Vorurteile: „Während einer Busfahrt mit meinen Kindern fiel mir eine Gruppe junger Männer mit Migrationshintergrund durch einen nicht sehr gehobenen Sprachgebrauch – um es deutlich zu sagen: `heftiges Herumgeprolle`- negativ auf.

Später stiegen sie mit uns aus dem Bus aus. Als mein Sohn nach dem Aussteigen in eine gefährliche Verkehrssituation geriet, kam ihm einer der Männer zu Hilfe und brachte ihn unversehrt zu mir mit den Worten: `Bitteschön. Ich hab einen kleinen Bruder. ` Ehrlich gesagt hätte ich anfangs nie gedacht, dass gerade dieser Mann meinen Sohn retten würde.“

Frau Papastefanou weist mit ihrer Anekdote auf zwei sehr wichtige Aspekte in Bezug auf den Umgang mit Vorurteilen hin. Erstens zeigt diese Geschichte, persönlich und direkt erzählt, dass wir unsere eigenen Vorurteile eingestehen, sie benennen und als solche einordnen müssen. Nur so können wir eine Distanz zu ihnen zu schaffen, sie aus einer entfernteren Perspektive betrachten, reflektieren – und schließlich loswerden. Zweitens steckt in ihrer Geschichte eine plausible, aber extrem wichtige Erkenntnis:  Es gibt viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Menschen verschiedenster Kulturen, wenn es um Wesentliches geht. Und häufig haben Begegnungen zwischen den Menschen ein starkes Gefühl der Solidarität inne – wie in der Rettungsaktion im Straßenverkehr deutlich wird.

In diesem Sinne fanden mehrere buntgemischte Events auf der Außenbühne wie die traditionellen Tänze der Jesiden aus Shingai, tamilische Tänze sowie die Tänze der Cheerleader „Blue Pearl Cheers“ statt. Während der Vorstellung konnten die Besucher kalte und warme Getränke sowie Köstlichkeiten aller Art bei herrlicher Herbstsonne genießen.

Außerdem konnten sich die Kinder auf einer Hüpfburg oder auf Holzgefährten austoben. Zeitgleich gab es im Schulgebäude auf der Hauptbühne traditionelle Trommelmusik von „Afrika United“ aus der Gemeinde Bad Pyrmont, besinnliche Lieder vom jüdischen Chor „Shalom“, Kindermusik vom syrisch-deutschen Verein in Hameln, die Saz-Gruppe des Alvetischen Kulturvereins sowie den Sinti Jazz und vieles mehr zu hören und sehen. Neben dem umfangreichen Musikprogramm bestand die Möglichkeit der Information und Beratung zu verschiedenen Themen von beispielsweise dem Integrationsrat Bad Pyrmont, dem Familienbüro des Landkreises und dem Frauenzentrum Hameln.

Der thematische rote Faden durch das Programm und den Nachmittag war immer wieder deutlich zu erkennen: interkulturelles Verständnis, Solidarität, vorurteilsfreies Handeln.

Vor diesem Hintergrund wurde auch der Preis der Zivilcourage durch den Präventionsrat verliehen. Er ging an Martina Eickstädt, die bei einer Paddeltour einen Mann vorm Ertrinken gerettet hatte. Während dieser Tour auf der Leine waren vier Boote gekentert. Ein Mann geriet in einen Strudel; Frau Eickstädt zog ihn aus dem Wasser und riskierte ihr eigenen Leben. Gesamtschuldirektorin Malihe Papastefanou sprach ihre Bewunderung für diese mutige, selbstlose Tat aus.

Es war schön zu sehen, dass trotz der sich zurzeit häufenden Schreckensmeldungen über fremdenfeindliche Aktionen in Deutschland ein solcher Tag voller Frieden, Ruhe und Respekt absolut möglich ist. Ein treffendes Fazit zum Tag lieferte meine kleine Tochter auf meine Frage, ob ihr der Tag gefallen habe: „Ja, warum? Alle waren sehr nett.“

von Maike Behrends

Themen: Allgemein, Austausch, Projekte

Schöne, saubere Schule

Am 24.09.2018 fand der Projekttag „Saubere Schule“ an der KGS Bad Münder statt.

Mit Putzeimern, Lappen und Spüli bewaffnet trafen sich Schüler und Lehrer recht gut gelaunt am Montagmorgen. Heute stand ein gründlicher „Herbstputz“ des gesamten Gebäudes auf dem Plan. Unsere Gymnasialzweigleiterin Frau Bauer war – stellvertre-tend für die Steuergruppe, die das Projekt ursprünglich geplant hatte – federführend für die Planung, Organisation und Koordination des Vormittags zuständig, sodass alle Klassen jeweils für einen bestimmten Bereich des Geländes sowie den eigenen Klassenraum verantwortlich waren. Dies entsprach dem didaktischen Plan, der hinter dieser Aktion steckte: die KGS-Schüler sollten für den Zustand ihrer Schule sowie den Umgang mit Verschmutzung und Säuberung dieser sensibilisiert werden und sollten lernen, Verantwortung hierfür zu übernehmen.

Einigen Schülerkommentaren war zu entnehmen, dass der Plan aufgegangen war: Sie bemerkten, wie zeitintensiv und aufwendig eine gründliche Reinigung sein kann und stellten fest, dass eine schöne, saubere Schule entstehen – und bestehen kann, wenn Schüler und Lehrer an einem Strang ziehen.

Am Ende der Aktion durften sich die Schüler eine kleine Pizza an einem Pizzawagen auf dem Außengelände kaufen. Und da die Lehrer gelernt haben, dass das Putzen unsere Schüler sehr hungrig macht, wird bei der nächsten Aktion für mehr Pizza gesorgt.

Wir danken allen fleißigen Helfern am Putztag.

von M. Behrends

Themen: Allgemein, Projekte

Kunst & Klo – Schüler der KGS verschönern ihre Toiletten mit einem Mosaikprojekt

Eine Schule zum Wohlfühlen, so steht es im Leitbild der KGS Bad Münder. Auf die Schultoiletten traf dieses Motto bisher nicht zu. Weiß, karg und langweilig wirkten sie nicht gerade einladend. Schmierereien an den Wänden machten die Sache nicht besser. Dringende Verschönerungsmaßnahmen mussten her!

Kurz vor den Sommerferien startete unser Projekt. Kunstinteressierte Schülerinnen und Schüler aus mehreren Jahrgängen sowie einige Mitglieder der Schülervertretung stürzten sich zusammen mit den Kunstlehrerinnen Ingrid Jahn-Lillich und Isabella Jarzek in zwei arbeitsreiche Tage, um die Räume mit farbenfrohen und kunstvollen Mosaiken zu verändern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als Pendant zu farbdynamisch gestalteten Wandflächen erschufen die Schülerinnen und Schüler kunstvolle Mosaikobjekte, welche durch ihr Farb- und Formenspiel die Toilettenräume erstrahlen lassen. Herzlichen Dank an unseren Hausmeister Herrn Böhning für die  kompetente Hilfe!

von Isabella Jarzek

Themen: Allgemein, Kunst, Projekte

Jux und Tanzerei

Am 01.06.2018 feierten die Abschlussschüler ihren „Juxtag“

Wenn Schüler und Lehrer gemeinsam in einem Flashmob den „Macarena-Move“ tanzen, Lehrer gegen Schüler ein Schubkarrenrennen veranstalten und ein Staffellauf mit Nutellabrot im Gesicht veranstaltet wird, muss etwas Besonderes an der KGS los sein.

Der Abschied von den sechs Jahren KGS ist für viele etwas besonders: es wurde gesungen, getanzt und gelacht, wenngleich einigen der Abschied nicht unbedingt leicht fallen wird. Insgesamt kann man sagen, dass der Juxtag bei all seinen Feierlichkeiten und Ausnahmen sehr friedlich und vernünftig über die Bühne ging – was vor allem den sehr engagierten Klassensprechern des zehnten Jahrgangs zu verdanken ist.

Wir danken allen, die an dem Tag kräftig mitgeholfen haben.

von Maike Behrends

Themen: Allgemein, Projekte

Junge Künstler der KGS Bad Münder stellen in der Kunstgalerie arche aus

Zur Eröffnung der 10. Hamelner Schul-Kunst-Wochen fand am 16. Februar die feierliche Vernissage in der Kunstgalerie arche statt. Fünf Schülerinnen und Schüler der KGS Bad Münder konnten dabei ihre Werke dem interessierten Publikum präsentieren: Lena Baake, Johanna Krause, Marian Behrends, Isabelle Kopp und Adrian Rudelic.

Die kreativen Zeichnungen und Aquarelle entstanden im Rahmen des Drehtürprojektes, in welchem künstlerisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler von ihrer Mentorin Isabella Jarzek vor neue künstlerische Herausforderungen gestellt werden.

Die Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler können noch bis zum 15. März in der Kunstgalerie arche in Hameln bewundert werden.

 

von Isabella Jarzek

Themen: Allgemein, Kunst, Projekte

Rechtspopulisten Paroli bieten – wie geht das?

Auf einer Landesversammlung in Hannover erlernten KGS-Schüler Handwerkszeug für den demokratischen Diskurs und die Dialektik gegen Rechts.

Im Rahmen unseres Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage-Projektes nahmen am 04.12. vier Schülerinnen zusammen mit Frau Behrends und Frau Sievers an dem Landestreffen in Hannover zum Thema „Rechtspopulismus bekämpfen. Demokratie und Menschenrechte in den Schulen stärken“ teil. Rund 300 Teilnehmer, darunter erfreulich viele Schüler und Schülerinnen, wurden hierzu in ein großes Hotel eingeladen, um sich intensiv mit Themen und Fragestellungen zu Populismus, Demokratie und Menschenrechten auseinanderzusetzen.

Nachdem der neue niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Veranstaltung eröffnet hatte, stellte der Journalist und Buchautor Olaf Sundermeyer einen Ausschnitt aus seiner Dokumentation namens „Die Stunde des Populisten – die AfD greift nach der Macht“ vor. Eindrucksvoll entlarvt dieser den „Machtplan“ der rassistischen Partei AfD. Diese Partei, erläutert Sundermeyer, sei erschreckenderweise  in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und  nicht mehr als marginalisierte Partei für vereinzelte Rechte oder sogenannte Wutbürger zu verstehen. Rechtsanwälte, Professoren, Ärzte und ja, auch Lehrer gehörten der Partei an, die in mächtigen Positionen und Institutionen, im Rechts- und Verwaltungssystem tätig seien.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Rechtsrucks und im besonderen der steigenden Fremdfeindlichkeit sei der fortwährende demokratische Diskurs unerlässlich, erklärt Sundermeyer.

Doch was heißt das konkret für uns Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen?

„Es muss einfach mehr Zeit und Raum gefunden werden für konstruktive demokratische Diskurse. Politische Bildung ist nicht nur Aufgabe der Politiklehrer sondern sollte die einer jeden Lehrkraft sein. Wenn beispielsweise Bedarf an der Diskussion über Tagesthemen und Krisen besteht, dann soll das auch im Mathematikunterricht möglich sein“, betont Politiklehrer und Mediator Helmoldt Rademacher von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiedidaktik.

Insbesondere brauche man Zeit und Raum, aber auch eine gewisse Taktik – gerade, wenn rechtspopulistische Äußerungen und Parolen die politische Diskussion dominieren sollten. Eine solche Taktik besteht laut Dr. Thomas Thielen in einer an die Dialektik angelehnte Gesprächsmethode, die schlicht damit arbeitet, die Widersprüche populistischer Aussagen aufzulösen.

Beispielsweise enthalten scheinbar harmlose allbekannte Äußerungen wie „Ich habe nichts gegen Fremde. Selbst einige meiner besten Freunde sind Fremde. Mittlerweile gibt es aber ja wirklich ganz schön viele Ausländer hier. Aber sowas darf man hier in Deutschland ja nicht mehr sagen“, zahlreiche Widersprüche. Angefangen damit, dass der Sprecher sich offenbar in Deutschland befindet und es bereits gesagt hat, obwohl man jenes ja angeblich nicht mehr sagen darf. Und sobald es sich um Freunde handelt, sind es wohl keine Fremde mehr, oder?

Mit ebendiesen Widersprüchen in der Begrifflichkeit als auch der Aussage an sich könnte man Populisten und Hetzer aufs Glatteis führen und sie mit einer „wieso-weshalb-warum“-Fragerei vorführen, rät Thielen. Denn sobald es konkret wird, verschlägt es vielen Hetzern die Sprache.

Dies gilt es nun auszuprobieren, falls uns demnächst eine solche oder ähnliche Parole begegnen sollte.

von Maike Behrends

Themen: Allgemein, Projekte, Schule ohne Rassismus

Weihnachtsbasar

Am 08.12.2017 findet in der Zeit zwischen 15:00 und 18:00 Uhr der zweite Weihnachtsbasar unserer Schule statt, an dem sich verschiedene Klassen und Kurse freiwillig beteiligen werden.

An verschiedenen Ständen werden u.a. selbsthergestellte Produkte wie Christbaumschmuck und Weihnachtsdekoration verkauft. Natürlich ist an diesem Nachmittag auch für Ihr leibliches Wohl gesorgt.

Der Erlös des Weihnachtsbasars geht zu 85% an die teilnehmenden Klassen, wodurch beispielsweise gemeinsame Ausflüge finanziert werden können. Die restlichen 15% sollen für den Kauf einer Schaukel für den Schulhof genutzt werden.

In der Weihnachtszeit möchten wir auch an die Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Daher möchten wir als Schule die Arbeit der „Münderschen Tafel“ unterstützen und sammeln an dem Tag des Basars im Foyer Spenden in einer Spendenbox.

Auch im Namen der teilnehmenden Klassen freuen wir uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen gemeinsam einen weihnachtlichen und stimmungsvollen Nachmittag zu verbringen.

 

von Arne Peinz (Didaktische Leitung)

 

 

Themen: Allgemein, Projekte

DRUCKSACHE!

Eindrucksvoll erlebten Schüler und Schülerinnen die Geschichte des Buchdrucks

 

Wer vergangene Woche unsere Mediothek betrat, konnte eine kleine Zeitreise ins Mittelalter unternehmen und hierbei die Geburtsstunde des Buchdrucks erleben. Passend zum Ambiente unserer zahlreichen Bücher befand sich dort ein Replik der Gutenberg-Druckerpresse, sprich eine mechanische Presse, die seinerzeit mittels einer gefärbten Druckform mit wenigen Handgriffen einen kompletten Text abzubilden vermochte.

Die originalgetreue Buchpresse wurde den Schülern und Schülerinnen des 6. und 7. Jahrgangs im Kontext des Reformationstages und der Thematisierung Martin Luthers im wahrsten Sinne des Wortes eindrucksvoll näher gebracht, indem sie das Gerät anfassen, bedienen und selbst einen Text drucken durften.

Der reisenden Christ Bernd Schlawer hatte die Druckerpresse installiert und sich bereit erklärt, den Schülern den Buchdruck und dessen Rolle in Luthers Leben in Form von Vorträgen zu erläutern. Hierbei begriffen die Schüler und Schülerinnen, dass der Buchdruck eine grundlegende Basis ihrer Bildung erst ermöglicht hat:„Ohne Gutenberg hätten wir heute vielleicht keine Schulbücher“,  überlegt eine Siebtklässlerin.

Die Vorträge des feierlich gekleideten Schlawer (siehe Foto) gingen jedoch weit über Gutenberg hinaus. Beeindruckt lauschten die Schüler den mittelalterlichen Erzählungen über Buchdruck, Luther, Lohn, Reformation und Gottes Sohn.

„Nun weiß ich auch, warum die Lehrer noch heute sagen, dass wir unsere Bücher aufschlagen sollen“ kommentiert ein Sechstklässler. „Früher waren die Bücher mit einer Klammer zugebunden. Man musste mit der Hand auf sie schlagen, um sie zu öffnen,“ fügt er erklärend hinzu.

Schlawers Vortrag soll aber nicht das letzte Highlight im Zuge der Lutherprojekte an unserer Schule gewesen sein: am 4.12. findet ein Gottesdienst in Bad Münder statt, den alle Religionslehrer des 7.  Jahrgangs zusammen mit ihren Lehrern und Lehrerinnen handlungsorientiert und kreativ vorbereitet haben um dort Theaterstücke, Rollenspiele und Pantomime aufzuführen sowie Fürbitten zum Thema aussprechen werden.

Im Kontext des Lutherjahres wurde ebenfalls bereits zum Reformationstag eine Ausstellung zu Martin Luthers Leben vorbereitet.

Insofern hat das „Lernen von und über Luther“ sicherlich einen großen Stellenwert an unserer Schule eingenommen.

Wir danken allen Religionslehrern des siebten Jahrgangs sowie allen, die an den Projekten beteiligt waren, für ihren tatkräftigen Einsatz.

Von Maike Behrends

 

Themen: Allgemein, Projekte