Werken

Zur Bedeutung des Faches Gestaltendes Werken sagt das Kerncurriculum des Niedersächsischen Kultusministeriums :

Das Fach Gestaltendes Werken befasst sich mit Phänomenen aus Natur, Kultur, Kunst, Design, Architektur, Handwerk und Technik. Es eröffnet Schülerinnen und Schülern einen wahrnehmungs- und gestaltungsbezogenen Zugang zu sich und ihrer Welt. Durch die handelnde Auseinandersetzung in Werkprozessen werden Produkte und Objekte aus der vom Menschen geschaffenen Gegenstandswelt nach ästhetischen, funktionalen und symbolischen Aspekten gestaltet. Dabei werden die Motivation, Neugier, Experimentierfreude und Fantasie der Schülerinnen und Schüler genutzt, um Freude an der eigenen Gestaltung zu empfinden und im kreativen Tun die Lebenswelt als gestaltbar zu erfahren. Persönliche Neigungen und Fähigkeiten werden erkannt, Handlungskompetenzen erworben, Konzentration und Ausdauer gefördert.

Die Werkprodukte werden zunehmend selbstständig konzipiert, realisiert und reflektiert. Die eigene Handlungsfähigkeit wird dadurch stärker erlebt als im Umgang mit kognitiven Inhalten. Durch das Erleben der Selbstwirksamkeit wiederum wird das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler gestärkt, die Anbahnung und Förderung personaler wie sozialer Kompetenzen positiv beeinflusst.

Werkschaffende ästhetisch-gestalterische Handlungen mit Werkstoffen und Werkzeugen sind für den gestaltenden Werkunterricht konstitutiv, verknüpfen Fachwissen, Erkenntnisse durch Gestalten sowie Beurteilen des Werkprozesses und der Werkstücke.

Gestaltungsprozesse und Arbeitsergebnisse können exemplarisch mit Hilfe zeitgemäßer Technologien und Medien dokumentiert und präsentiert werden. Das Profil des Faches Gestaltendes Werken bietet die Chance, projektorientiert und fächerübergreifend zu arbeiten und außerschulische Lernorte zu nutzen, um kulturhistorische Kontexte einzubeziehen. Im Rahmen individueller Schwerpunktsetzung leistet das Fach Gestaltendes Werken durch kreatives, handwerkliches Gestalten einen gezielten Beitrag zur beruflichen Orientierung.

(Gekürzt aus: Kerncurriculum für die Realschule : Gestaltendes Werken, Niedersächsisches Kultusministerium 2012)

 

An der KGS Bad Münder wird das Fach „Gestaltendes Werken“ als verbindliches Unterrichtsfach im 5. Schuljahr für alle Schüler der KGS Bad Münder unterrichtet. Der Unterricht erfolgt hier für ein Schulhalbjahr mit den Zeitrahmen von einer Doppelstunde. Eine Besonderheit unserer Schule ist, dass auch im Gymnasialzweig das Fach „Gestaltendes Werken“ obligatorisch ist. Im 6. Schuljahr wird der Unterricht im Realschul- und im Hauptschulzweig im selben Zeitrahmen weitergeführt.

Kommentare sind deaktiviert.